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Paro und Pini

 

Paro und Pini sind zwei kleine Äffchen, die in einer wunderschönen Oase, am Rande der großen afrikanischen Wüste Sahara, mit ihrer großen Affenfamilie leben.

Sie waren zwei richtige Lausbuben, die ihren Eltern oft einigen Ärger bereiten.

Auch der Rudel Chef hatte immer ein Auge auf die beiden, seit Paro und Pini ihm so manchen Streich gespielt hatten.

Wie vor einiger Zeit als sie ihm kleine Stöckchen in seine frisch gepflückten Bananen gesteckt hatten und er sich beinahe einen Zahn daran ausgebissen hatte.

Das hat vielleicht Ärger gegeben.

Zur Strafe mussten die beiden, eine Woche lang, dem ganzen Rudel die Früchte von den Bäumen holen.

Ihr Vater hat sich dafür tausendmal entschuldigt und immer wieder beteuert, dass er nicht wüsste, von wem sie solche Sachen gelernt haben.

Aber innerlich, musste er daran denken, welche Streiche, er und seine Geschwister früher ausgeheckt haben.

Ja, die beiden hatten es faustdick hinter ihren wuschligen Ohren.

Eines Tages, meldeten die Wächter des Affenrudels, das eine große Karawane aus der Wüste auf die Oase zukam. Wahrscheinlich, wollte der Karawanenführer, dort eine Rast einlegen.

Der Chef des Rudels, den alle nur den Alten nannten, befahl allen sich in den Bäumen zu verstecken, damit keiner zu schaden kam.

Alle befolgten den Befehl und verhielten sich ganz ruhig.

Paro und Pini, hingegen waren ganz aufgeregt. „ Pini eine Karawane, die erste die wir zu sehen kriegen!“, sagte Paro.

„ Lass uns näher heran klettern“, sagte Pini.

Alle Vorsicht außer acht lassend, hangelten sie sich durch die Bäume, näher an die nun rastende Karawane heran.

Sie machten große Augen, als sie nahe genug an der Karawane heran waren.

So etwas haben die beiden noch nie gesehen!

Große, beharrte Tiere mit zwei großen Höckern auf dem Rücken, zwischen denen große Ballen und Körbe befestigt waren.

Viele, zweibeinige Wesen, in bunte Tücher gekleidet, die sich unverständliche Laute zuriefen.

Von diesen hatten die beiden schon gehört. Der alte hatte oft von diesen Wesen erzählt und sie als ganz gefährlich bezeichnet. Manche von denen, würden Affen fangen und die dann vor anderen zur Schau stellen, an Halsbändern gefesselt.

Die beiden bekamen Angst, doch die Neugierde war zu groß und so schlichen sie sich näher heran, um noch mehr, von diesen eigenartigen Wesen zu erfahren.

Sie sahen, wie die Höckertiere zur Wasserstelle der Oase zum Tränken geführt wurden.

An anderer Stelle, errichteten einige Zweibeiner, komische Unterstände, aus großen Tüchern die sie mit Stöcken unterstützten.

Da erstarrten die beiden, nicht weit von den Unterständen, entfachten andere Zweibeiner

Feuer.

Die beiden haben von ihren Eltern gehört, wie gefährlich Feuer für die Bäume und die Tiere sein kann, es wird alles verbrannt und übrig bliebe nur Staub.

Pini, wollte weglaufen doch Paro, hielt ihn fest.

„Schau, sie haben das Feuer nur an einer Stelle entfacht, wo nichts passieren kann und es sind zwei die darauf aufpassen“, sagte Paro.

Pini, schaute noch mal hin und sah das Paro, recht hatte.

Es war spät am Abend, als die Karawane die Oase erreicht hatte und nun ging langsam die Sonne unter.

Der glutrote Ball, senkte sich langsam dem Wüstenboden zu und die Hitze des Tages würde langsam der Kälte der Nacht weichen.

Die Zweibeiner, versammelten sich langsam um das Feuer, nachdem sie sich um ihre Tiere und die Packstücke gekümmert hatten.

Die beiden Äffchen, hörten Töne, die sich wie das Lachen ihrer Artgenossen anhörte.

Sie sahen, wie diese Menschen, wie der Alte die Zweibeiner genannt hatte, aus komischen Behältern etwas tranken, dass sie auf dem Feuer erwärmt haben.

Die Menschen aßen eigenartige Dinge, aber auch Bananen aus der Oase.

Es war lustig, dem Treiben zu zusehen, aber richtig interessant wurde es, als einige, komische bauchige Stöcke und runde Behälter herauskramten und mit diesen, Töne und dumpfe Schläge erzeugten. Das machte denen wohl eine Menge Spaß, denn plötzlich standen welche auf und bewegten sich rhythmisch zu diesen Tönen.

Selbst den beiden Äffchen, kribbelte es in den Beinen und sie hüpften in ihrem Versteck hin und her.

„Ich weiß gar nicht, was der Alte hat, diese Menschen sind doch echt lustig“, sagte Paro.

Pini entgegnete, „Ich würde gerne auch mal auf diesen runden Dingern draufhauen“.

Dabei verlor er sein Gleichgewicht und rutschte von seinem Ast, nur mit einiger Mühe konnte Pini sich mit seinem Schwanz festhalten. Das gab jedoch etwas Lärm und schreckte einige Vögel auf, die im Geäst des Baumes schliefen.

Dies schreckte jedoch auch die Zweibeiner auf und sie griffen zu langen Stöcken, betätigten an diesen irgendwelche Dinge und zeigten in Richtung der beiden Äffchen.

Diese, verhielten sich mucksmäuschenstill, um nicht gesehen zu werden.

Ein großer, in blaues Tuch gekleideter Mensch rief etwas. An seiner linken Seite blitzte etwas langes gekrümmtes, das den Schein des Feuers widerspiegelte

Ein aufgescheuchter Vogel, keckerte noch zweimal, dann kehrte Ruhe ein.

Der blau gekleidete, rief noch mal etwas und die anderen setzten sich wieder hin.

Paro klatschte seinem Bruder auf den Hinterkopf „ kannst du nicht aufpassen, beinahe hätten die uns bemerkt“.

„Aua, das tut weh“ sagte Pini. „Das hast du verdient“, entgegnete Paro.

„Lass uns von hier verschwinden, die anderen suchen uns bestimmt schon“, sagte Paro und sprang zum nächsten Ast. Pini folgte ihm und so schlichen sie zu den anderen von denen die meisten schon schliefen.

Die beiden, kletterten auf ihren Schlafbaum und wollten gerade in ihr Blätterbett klettern, als eine dunkle Stimme hinter ihnen ertönte.

Erschrocken drehten sie sich um und sahen den Alten vor sich.

„Ihr beiden ungehorsamen Lausbuben wart bei den Menschen!“, sagte dieser.

Beide schüttelten die Köpfe.

„Ihr braucht nicht zu lügen, denn ich habe mir schon gedacht dass ihr meinem Befehl nicht gehorcht und bin euch gefolgt“.

Paro und Pini schauten betroffen zum Boden, erwischt bei einer Lüge.

„Ihr habt Glück gehabt, das die Menschen mit ihren Donnerstöcken nicht auf euch geschossen haben, sonst wärt ihr jetzt tot!“

„Donnerstöcke?“, sagten beide wie aus einem Mund.

„Ja, die Stöcke mit denen sie in eure Richtung gezeigt haben spucken Tod und Verderben. Schon manches Tier stand danach nicht mehr auf!“

Große Affenaugen starrten den Alten an, die beiden Äffchen zitterten nun vor Angst.

Pini’s Stimme zitterte leicht als er sagte, “Aber diese Zweibeiner waren doch so lustig und die Töne die sie erzeugten waren so schön“

„Sie nennen das Musik und Gesang. Ich weiß das von meinem Großvater, der damals von Menschen gefangen wurde. Er wurde mit einer Kette am Hals festgebunden und musste vor anderen Menschen dazu tanzen. Glücklicher Weise konnte er durch eine Unaufmerksamkeit seines Bewachers fliehen und nach einer langen Wanderung zu seinem Rudel zurückkehren.

Ich sage es euch nun zum letzten Mal, haltet euch von den Menschen fern, sie wollen euch nur böses. Und nun geht in euer Blätterbett und schlaft. Ihr habt schon genug Unsinn angerichtet.“

Verschüchtert legten sich die beiden hin, aber es dauerte sehr lange bis sie einschlafen konnten.

Paro, war am nächsten Morgen vor allen anderen wach, er rüttelte an Pini, „He, wach auf“

Pini öffnete verschlafen seine Augen, “Was ist los?“, fragte er.

„Komm, ich bin neugierig was die Zweibeiner treiben“

„Aber, der Alte hat uns befohlen nicht mehr hin zu klettern, außerdem, habe ich Angst vor den Donnerstöcken“

„Quatsch, Angst, bist du ein Mädchen oder was“

Das ließ sich Pini nicht sagen, er der beste Kletterer des Rudels war kein Mädchen und so schlichen sie sich zu den Zelten der Menschen.

Ein großes Durcheinander, erwartete die beiden. Die Menschen, bauten ihre Behausungen ab und beluden wieder die vierbeinigen Tiere. Das Feuer des Vorabends, wurde sorgsam mit Wasser gelöscht. Einer der Zweibeiner, bemerkte nicht, das ihm beim beladen seines Tieres

Ein Sack herunter fiel, sich öffnete und heraus fielen wunderschöne Früchte, die er wohl in der Oase gesammelt hatte.

Paro, lief das Wasser im Mund zusammen, seit gestern Abend hatte er nichts mehr gegessen.

„Die hole ich mir“, sagte er und kletterte den Baum herunter.

„Nein!“, rief Pini, „Bleib hier, das darfst du nicht“

Aber schon war Paro bei den Früchten, er griff eine und biss herzhaft hinein. Sie schmeckte wunderbar, er griff sich noch zwei und wollte zurück zu den Bäumen, doch da fiel etwas über ihn, er ließ die Früchte fallen und wollte sich befreien, doch er verstrickte sich immer mehr in diesem Ding.

„Allah, ist mir gnädig, da verliert man beinahe etwas und findet etwas viel besseres“

Er schnappte sich das Netz und verknotete es.

„Ein Äffchen, und ein junges dazu, du wirst mir viel Geld einbringen auf dem Bazar von Kaztul!“

Er nahm das verknotete Netz und band es am Lastgeschirr seines Kamels fest.

„Was machst du da, Abdul?“, hörte er hinter sich.

Der angesprochene drehte sich um und schaute in zwei dunkelbraune Augen, unter einem dunkelblauen Turban.

Es war der Karawanenführer Habib, in seinem dunkelblauen Gewand, das ihn, als Angehöriger des Volkes der Tuareg kennzeichnete.

„Allah, brachte mir ein Geschenk, welches ich nicht ablehnen wollte.“

„Allah, wird uns strafen, mit deinem so genannten Geschenk, es wird uns mit seinem Geschrei die Kamele verrückt machen!“, entgegnete ihm Habib.

„Aber Habib, ich werde dafür sorgen, das der Affe ruhig bleibt“

„Gut Abdul, du kümmerst dich um ihn, aber wenn du ihn schlagen solltest, werde ich ihn eigenhändig freilassen. Es ist ein Wesen Allahs und deshalb mit Würde zu behandeln!“

„Wie du befiehlst, Habib ich werde mich danach richten.“

„Salem Aleikum, Abdul, ich wünsche dir noch einen guten Tag.

„Aleikum Salam, Habib“, antwortete Abdul und sah Habib hinterher, als er auf seine Araberstute stieg und zum Anfang, der Karawane ritt.

Habib sah nicht, das Abdul in den Sand spuckte und leise zu sich sagte, “Diese Tuaregs meinen alle sie wären etwas besseres, weil man sie Gottes Söhne nennt!“

Habib ritt auf seinem Pferd auf eine nahe Düne, stieß in ein Horn und rief darauf, „Auf meine Freunde, lasst uns ziehen, Kaztul wartet auf uns, wenn wir uns beeilen, sind wir vor Sonnenuntergang da!“

Danach setzte er sich mit seiner Stute vor die Karawane, welche sich langsam in Bewegung setzte.

Pini, beobachtete die ganze Zeit, die Szene aus seinem sicheren Versteck.

Er war wütend auf seinen Bruder. Warum musste er sich diese Früchte holen?

Jetzt war er gefangen und hilflos.

Pini, musste ihm helfen, nur wie.

Pini, beobachtete, wie einer der Zweibeiner, Probleme mit seinem Höckertier hatte.

Es wollte wohl nicht so recht, mit den anderen mitgehen.

Der Zweibeiner gab wütende Laute von sich und zerrte an dem Tier. Dabei fiel eine Kiste herunter, fiel auf eine Seite wobei der Deckel sich öffnete.

Pini, sah seine Chance, sprang aus seinem Versteck, lief zu der Kiste und sprang hinein.

Als er im Innern der Kiste saß, hörte er die schlurfenden Schritte des Zweibeiners.

Der Deckel wurde zugeworfen und Pini merkte, wie der Behälter angehoben wurde.

Die Kiste wurde hin und her geschoben und Pini hörte, wie der Mann weiter wütende Laute von sich gab.

Kurz darauf, begann Pini’s neues Versteck, zu schwanken, so als ob er in einer Palme bei starkem Sturm säße.

Gedämpft durch die Kiste, hörte Pini das blöken der Höckertiere.

„Ich bin bei dir Bruder, ich rette dich!“, dachte Pini und hatte Mühe, nicht ständig an die Innenseite der Kiste anzuschlagen.

26.1.10 09:06
 


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